Startup Crafting Future aus Hannover – Produktdesign nachhaltig neu denken

Wenn aus guten Ideen nachhaltige Lösungen werden, so stecken hier nicht nur kluge Köpfe mit einer Leidenschaft für das Projekt dahinter, sondern eben auch ein Weg. Dieser Weg begann für die Gründer des Startups Crafting Future, Jan Patzer und Can Lewandowski, im gemeinsamen Wirtschaftsstudium in Hannover. Dort lernen sich die ehemaligen Kommilitonen kennen und hatten schnell eine gemeinsame Idee. Nun entwickeln sie nachhaltige Produkte, die eine Müllreduktion und Vermeidung von Plastik zum Ziel haben und an denen Unternehmen und Investoren interessiert sind. Mit der 3DEXPERIENCE Plattform werden die innovativen Produkte in der Cloud entwickelt und designt. Betreut wird Crafting Future von unserem Vertriebspartner DPS Software GmbH. Dieser wollte genauer wissen, wie das junge Startup arbeitet – hier ein interessantes Interview geführt von Diana Salan, DPS Software GmbH.

Mit einer Vision fing alles an. Zunächst ging es darum, weniger Müll zu produzieren. Daraus entstand die Idee nachhaltige Produkte zu entwickeln. Jan Patzer und Can Lewandowski, Gründer und Partner von Crafting Future, wollen mit ihren nachhaltigen Materialien und Ressourcen einiges bewegen. Eine inspirierende Arbeitsumgebung finden das innovative Startup in der Innovation Community des Hafven in Hannover. Das Thema Kreislaufwirtschaft spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Diana Salan: Nachhaltigkeit bedeutet für Sie mehr als nur ein Material auszutauschen. Wie kam es zu Ihrem Claim „Crafting Future of Plastic“. Was steckt hinter Ihrer Kernaussage?

Can Lewandowski: „Wir haben die Vision, Müll im Alltag überflüssig zu machen und die Zukunft von Plastik neu zu denken. Wir wollen Nachhaltigkeit ohne Verzicht!“

Jan Patzer: „Wir glauben, dass wir unseren Umgang mit Plastik ändern müssen. Der unnachsichtige Einsatz von Einwegplastik und Multilayer-Verpackungen muss weniger werden, da dies enorme Probleme für unseren Planeten birgt und wir uns nicht aus den Problemen heraus recyceln können. Daher setzen wir auf den Einsatz von Mehrwegprodukten im Consumer-Bereich und verwenden bereits recycelte Materialien oder kreislauffähige Biokunststoffe.“

Diana Salan: Sie bestehen inzwischen aus mehr als zwei Mitarbeitern, Tendenz steigend. Wie ist die weitere Entwicklung?

Can Lewandowski: „Inzwischen sind wir in unserem Impact Startup aus Hannover nicht mehr nur zu zweit, sondern haben ein starkes Team um uns. Uns alle verbindet die Leidenschaft, im Bereich Nachhaltigkeit etwas bewegen zu wollen. Bei uns trägt jede/r Verantwortung. Kompetenz geht vor Hierarchie und wir sind mutig, neue Wege zu gehen. Die Arbeit ist geprägt durch ein enorm hohes Vertrauen im Team und einen höchst persönlichen Umgang miteinander.“

Diana Salan: Warum haben Sie sich für die 3DEXPERIENCE Plattform entschieden?

Jan Patzer: „Die 3DEXPERIENCE Plattform und die entsprechenden Software-Lösungen bieten uns die Möglichkeit unsere Produkte so zu designen, dass diese im Sinne der Circular Economy funktionieren. Die Tools haben diverse Funktionen, ein gutes User Interface und eine gute User Experience. Wir können mit Hilfe der Tools unsere Produktentwicklung professionell, digital und schnell umsetzen.“

Diana Salan: Herr Seltmann, Sie sind Produktdesigner bei Avoidwaste/Crafting Future. Was ist Ihre Aufgabe? Für welche Bereiche nutzen Sie die 3DEXPERIENCE Plattform?

Hartmut Seltmann: „Ich gestalte Produkte von der ersten Skizze an, über Renderings, CAD und 3D-Drucke unter Berücksichtigung von technischen Funktionen und Anforderungen, ästhetischen Gesichtspunkten, Kundenanforderungen, aktuellen Trends und der Corporate Identity.“

„Wir nutzen 3DEXPERIENCE im Bereich Produktentwicklung, insbesondere im Produktdesign und der Vorbereitung zum Werkzeugbau. Die CAD-Daten nutzen wir für Rapid Prototyping mit dem 3D-Drucker und die anschließende Serienfertigung.“

Diana Salan: Worin sehen Sie die Vorteile der 3DEXPERIENCE Plattform?

Hartmut Seltmann: „Sie ermöglicht das Erstellen von Modellen in Schritten, die später leicht geändert werden können. Teiledateien können einfach zusammengestellt und organisiert werden. Eine einfache Modellierung erfolgt dank benutzerfreundlichem User Interface. Auch die einfache Umwandlung eines detaillierten 2D-Entwurfs in ein physikalisches 3D-Modell ist möglich. Es gibt Rückmeldungen zu Fehlern in den Teilen, damit diese geprüft und korrigiert werden können. Die 3DEXPERIENCE Plattform hat ein gutes fotorealistisches Rendering integriert und wird universell verwendet. Es gibt keine Kompatibilitätsprobleme zwischen den von uns erstellten Modellen und der von unseren Kunden verwendeten Software. Es existiert eine große User-Gemeinschaft und dadurch ist ein großer Informationsaustausch in diversen Portalen möglich.“

Diana Salan: Wie sieht Ihre weitere Reise mit Crafting Future aus? Was ist Ihr Ausblick?

Can Lewandowski: „Wir sind seit 2020 ein klimaneutrales Unternehmen. Ab 2021 werden wir nach und nach den Fußabdruck aller Produkte messen, die CO2-Bilanz weiter optimieren und weitere Produkte klimaneutral zertifizieren. Zudem starten Kooperationen mit anderen Startups und KMUs, um neue Produktinnovationen an den Markt zu bringen, die zeigen, dass der Einsatz von erdölfreien und recycelten Materialien und zirkulären Design schon jetzt in sehr vielen Bereichen möglich ist. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, dass Kunststoffe nachhaltiger werden und wir das Plastikproblem eindämmen können.“

Crafting Future betrachtet mit seinen Lösungen den gesamten Prozess, den Lebenszyklus des Produktes ganzheitlich. Und so reicht es eben nicht ,nurʼ ein nachhaltiges Produkt zu gestalten. Hier darf der Schritt nicht aufhören. Reuse- oder Mehrweg-Modelle sollen Nachhaltigkeits- und Kundenbedürfnisse befriedigen und zur Müllvermeidung beitragen. Zudem hat das Unternehmen mit Avoid Waste seine eigenen Produkte kreiert, die Produkte, angefangen beim Kaffeebecher-to-go aus Reishülsen, der Lunchbox aus Weizenstroh bis zum Stoffbeutel aus Bio-Baumwolle, sind für jedermann bestellbar. Geforscht wird weiterhin an innovativen, erdölfreien und kreislauffähigen Materialien, die wiederum helfen Müll zu vermeiden.

Jan Patzer betont „Wir sind auf der Suche nach sinnvollen, neuen Lösungen, die im Großen funktionieren und setzen dabei auf Kooperationen, Technologie und ein Stück weit auch auf unser Bauchgefühl.“

Wir sind uns sicher, der Weg wird für Crafting Future weiter erfolgreich sein. Vielen Dank für das Interview.


Gründer von Crafting Future, Jan Patzer und Can Lewandowski



Im Gespräch, Hartmut Seltmann und Can Lewandowski


„Rebowl“ eine nachhaltige Schale für takeaway food – konstruiert in SOLIDWORKS



Avoid Waste ist die Eigenmarke von Crafting Future



Ein starkes Team, das ist Crafting Future



Eine Auswahl der nachhaltigen Avoid Waste-Produkte


Pressekontakt
DPS Software GmbH
Diana Salan
Esslinger Straße 7 70771 Leinfelden-Echterdingen
Tel: 0711/797310-872 E-Mail: Presse@dps-software.de


 

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Dassault Systèmes bietet mit SOLIDWORKS komplette 3D-Softwarewerkzeuge zum Erstellen, Simulieren, Publizieren und Verwalten Ihrer Daten im Produktentwicklungsprozess und bietet zudem die notwendigen Tools zur Fertigung und Prüfung. SOLIDWORKS Produkte sind leicht erlernbar und anwendbar und lassen sich zusammen einsetzen, damit Sie Ihre Produkte besser, schneller und kostengünstiger entwickeln können. Ein Fokus liegt nach wie vor auf der Benutzerfreundlichkeit, was immer mehr Ingenieuren, Konstrukteuren und anderen Technikern die Möglichkeit gibt, die Vorteile von 3D zur praktischen Umsetzung ihrer Konstruktionen zu nutzen.