Wie Konstruktion und Fertigung mit SOLIDWORKS zusammenarbeiten

So verbinden Sie Konstruktion und Fertigung mit SOLIDWORKS

Wie oft entdeckt Ihr Team ein Fertigungsproblem erst, wenn das Design längst freigegeben ist? Genau hier entstehen die teuersten Fehler. Wenn Konstruktion und Fertigung getrennt arbeiten, folgen Nacharbeit, Verzögerungen und höhere Kosten fast automatisch.

Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie diese Lücke schließen. Sie erfahren, warum getrennte Abläufe so teuer sind, wie eine zentrale Informationsquelle die Zusammenarbeit verbessert und wie SOLIDWORKS Ihnen hilft, Fertigbarkeit früh zu prüfen. Das Ergebnis: weniger Fehler, kürzere Entwicklungszeiten und mehr Raum für echte Konstruktionsarbeit.

 

Die wichtigsten Erkenntnisse vorab: Wer Konstruktion und Fertigung früh verbindet, senkt Kosten und Risiken. Eine zentrale Datenbasis beendet das Rätselraten um die richtige Version. Und mit den richtigen Werkzeugen bringen Sie Produkte schneller vom Konzept zum gefertigten Bauteil.

Warum Konstruktion und Fertigung oft aneinander vorbeiarbeiten

Jahrelang haben viele Unternehmen Konstruktion und Fertigung als getrennte Phasen behandelt. Das Konstruktionsteam entwirft, die Fertigung setzt um – und zwischen beiden liegt eine Mauer aus Dateien, E-Mails und veralteten Zeichnungen.

Diese Trennung ist einer der häufigsten und teuersten Fehler in der Produktentwicklung. Werden Fertigungsaspekte in frühen Phasen übersehen, tauchen später komplexe Geometrien, unpraktische Materialien oder ineffiziente Montageprozesse auf.

Getrennte Abläufe verursachen Fehler, Nacharbeit und Verzögerungen – lange bevor das erste Bauteil entsteht.

Woran Sie das Problem erkennen

Wenn Sie eines dieser Signale sehen, arbeiten Ihre Teams wahrscheinlich zu isoliert:

  • Dateien werden versehentlich gegenseitig überschrieben.
  • Teams nutzen die falsche Dateiversion.
  • Änderungen lassen sich nicht nachverfolgen.
  • Konstruktions- und Fertigungsdaten passen nicht zusammen.
  • Große CAD-Dateien wandern per E-Mail hin und her.

Die Folgen: Was getrennte Prozesse wirklich kosten

Jede Unterbrechung zwischen Konstruktion und Fertigung ist eine potenzielle Fehlerquelle. Die Fertigung arbeitet unbeabsichtigt mit einem Design, das zwei Wochen alt ist. Das Simulationsteam wartet auf Daten, die es nicht ohne Aufwand bekommt.

Solche Brüche entstehen oft durch Datensilos. Ein Datensilo ist eine getrennte Datensammlung, auf die nur eine Gruppe zugreifen kann. Es erschwert die Zusammenarbeit und blockiert den Informationsfluss.

Fragmentierte Abläufe können ein Unternehmen bis zu 30 Prozent seines potenziellen Umsatzes kosten.

Der Grund liegt in Punktlösungen: Das mechanische Team nutzt ein System, das elektrische ein anderes, die Analyse wieder ein anderes. Keine dieser Lösungen spricht mit den anderen. So gehen im ganzen Unternehmen Informationen verloren.

Die Lösung: Fertigbarkeit früh prüfen

Der erste Schritt ist ein Umdenken. Statt Fertigbarkeit erst am Ende zu betrachten, prüfen Sie sie direkt im Konstruktionsprozess. So erkennen und lösen Sie Probleme, bevor sie zu teuren Produktionsherausforderungen werden.

Wer Fertigbarkeit früh prüft, senkt Nacharbeit, beschleunigt die Time-to-Market und fertigt kosteneffizienter.

Dieser Ansatz heißt Design for Manufacturing. Er sorgt dafür, dass Ihre Produkte nicht nur funktional, sondern auch wirtschaftlich fertigbar sind. Konstrukteure spielen dabei die entscheidende Rolle: Sie treffen früh die Entscheidungen, die später über Kosten und Qualität bestimmen.

Design for Manufacturing mit SOLIDWORKS

Mit SOLIDWORKS prüfen Sie Fertigbarkeit dort, wo Sie ohnehin arbeiten – im 3D-Modell. Sie kontrollieren Anzug, Hinterschnitte und Bearbeitbarkeit und simulieren bei Bedarf sogar den Spritzguss. So optimieren Sie das Design, bevor es in die Fertigung geht.

Der Vorteil für Sie: weniger Überraschungen auf dem Shopfloor und mehr Zeit für die eigentliche Konstruktion.

Eine zentrale Informationsquelle: Datensilos vermeiden

Alle diese Prüfungen helfen nur, wenn jeder mit denselben Daten arbeitet. Genau das leistet eine zentrale Informationsquelle: Sie speichert alle Daten an einem Ort, auf den verschiedene Teams jederzeit zugreifen.

Eine zentrale Datenbasis verbessert Versionskontrolle, Transparenz und die abteilungsübergreifende Abstimmung.

Der Wechsel vom dateibasierten zum datenzentrierten Denken ist der entscheidende Schritt. Statt Ordner in Ordnern zu durchsuchen, erhält jedes Element eine eindeutige ID und nützliche Zusatzinformationen. Das macht Ihre Daten durchsuchbar und skalierbar.

Menschen verbinden, nicht nur Daten

Eine zentrale Informationsquelle bricht auch die Silos zwischen Rollen auf. Denken Sie an Ihr Team: Ein Konstrukteur sucht den Unternehmensstandard für einen Motor. Der Einkauf braucht die Lieferanteninformationen. Früher suchte jeder an anderer Stelle.

Auf der 3DEXPERIENCE Plattform greifen alle auf denselben virtuellen Zwilling zu und sehen genau die Informationen, die sie für ihre Aufgabe brauchen. Das Ergebnis ist echte Zusammenarbeit in Echtzeit – ohne zeitraubende Datenübersetzung zwischen Abteilungen.

SOLIDWORKS Werkzeuge, die Ihre Zusammenarbeit stärken

Sobald Ihre SOLIDWORKS Daten auf der Plattform liegen, stehen Ihnen weitere Funktionen offen. Jede zahlt direkt auf schnellere, fehlerärmere Abläufe ein.

Konstruktionsabsicht klar kommunizieren mit MBD

SOLIDWORKS MBD (modellbasierte Definition) übermittelt detaillierte Vorgaben direkt im 3D-Modell – ohne separate 2D-Zeichnungen. Ihr Vorteil: Die Fertigung versteht Ihre Absicht genau, Missverständnisse sinken und Freigaben laufen schneller.

Gemeinsam an großen Baugruppen arbeiten

Mit dem selektiven Laden öffnen Sie gezielt einen Teil Ihrer Konstruktionsstruktur. Mehrere Nutzer arbeiten gleichzeitig an derselben großen Baugruppe. So sparen Sie Zeit und bleiben trotzdem auf demselben Datenstand.

Nachverfolgbarkeit über Zeichnungsstempel

Zeichnungsstempel dokumentieren mehrstufige Freigaben und die beteiligten Personen. Ihr Team erhält Statusbenachrichtigungen in Echtzeit, prüft Zeichnungen direkt im Browser und gibt sie mobil frei. So bleibt der Freigabeprozess transparent und nachvollziehbar.

Vom Design zum gefertigten Bauteil

Weitere Lösungen verbinden Konstruktion und Fertigung noch enger:

  • Automatisierte Merkmalerkennung für die Bearbeitung.
  • Fertigbarkeitsprüfung direkt aus SOLIDWORKS Bauteilen.
  • Verschachtelung für Laser-, Wasserstrahl- und Plasmaschneiden.
  • Simulation für Roboteraufgaben und Fabriklayouts.

Der gemeinsame Nenner: Sie fertigen präziser, reduzieren Fehler und behalten die Kontrolle über jede Revision.

Fazit: Schließen Sie die Lücke

Konstruktion und Fertigung zusammenarbeiten zu lassen ist kein Nice-to-have mehr. Wer Fertigbarkeit früh prüft, Datensilos vermeidet und auf eine zentrale Informationsquelle setzt, senkt Kosten und Risiken spürbar. Gleichzeitig gewinnen Ihre Teams Zeit für das, was zählt: bessere Produkte.

Der nächste Schritt ist einfach. Prüfen Sie, wo in Ihrem Prozess heute noch Daten hängen bleiben. Verbinden Sie dann Ihre SOLIDWORKS Daten mit der 3DEXPERIENCE Plattform und lassen Sie Konstruktion und Fertigung auf derselben Grundlage arbeiten.

Möchten Sie sehen, wie das in der Praxis aussieht? In Episode 3 von SOLIDWORKS NEXT zeigen wir am Dienstag, 15. September 2026 in 30 Minuten, wie Sie von CAD zu Code arbeiten – ohne Medienbrüche. Registrieren Sie sich hier.

SOLIDWORKS NEXT | Episode 3:
Von CAD Zu Code – Nahtlose Konstruktion und virtuelle Roboterprogrammierung

Dienstag, 15. September 2026 | 10:00 Uhr | 30 Minuten | Online


Häufige Fragen (FAQ)

  1. Warum ist die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion und Fertigung wichtig?
    Sie hilft, Fertigungsprobleme früh zu erkennen, Nacharbeit zu reduzieren und Designänderungen sauber abzustimmen. So sinken Kosten, die Produktqualität steigt und Teams bringen Produkte schneller auf den Markt. Getrennte Abläufe führen dagegen zu Fehlern, Verzögerungen und höheren Entwicklungskosten.
  2. Was bedeutet Fertigbarkeit im Konstruktionsprozess?
    Fertigbarkeit beschreibt, wie gut sich ein Design wirtschaftlich und zuverlässig produzieren lässt. Prüfen Sie sie früh im Konstruktionsprozess, erkennen Sie kritische Geometrien, Materialien oder Montageschritte rechtzeitig. So vermeiden Sie teure Änderungen in der Produktion und beschleunigen die Markteinführung Ihres Produkts.
  3. Wie lassen sich Datensilos in der Produktentwicklung vermeiden?
    Datensilos vermeiden Sie mit einer zentralen Informationsquelle, auf die alle Teams zugreifen. Statt getrennter Dateien und Systeme arbeiten alle mit denselben aktuellen Daten. Ein datenzentrierter Ansatz auf der 3DEXPERIENCE Plattform verbindet Informationen, Rollen und Werkzeuge in einer gemeinsamen Umgebung.
  4. Welche Vorteile bietet eine zentrale Datenbasis für Engineering-Teams?
    Eine zentrale Datenbasis sorgt für klare Versionskontrolle, schnellen Datenzugriff und mehr Transparenz. Teams arbeiten mit derselben aktuellen Grundlage, was Fehler und Nacharbeit reduziert. Das verbessert Entscheidungen, beschleunigt Projekte und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion, Simulation und Fertigung.
  5. Wie unterstützt SOLIDWORKS Design for Manufacturing?
    SOLIDWORKS prüft Fertigbarkeit direkt im 3D-Modell, etwa Anzug, Hinterschnitte und Bearbeitbarkeit. Mit SOLIDWORKS MBD kommunizieren Sie die Konstruktionsabsicht ohne separate Zeichnungen. Verbunden mit der 3DEXPERIENCE Plattform arbeiten Konstruktion und Fertigung auf einer gemeinsamen Datenbasis und reduzieren Fehler spürbar.
Dassault Systèmes bietet mit SOLIDWORKS und den cloudbasierten 3DEXPERIENCE Works Lösungen komplette 3D-Softwarewerkzeuge zum Erstellen, Simulieren, Publizieren und Verwalten Ihrer Daten im Produktentwicklungsprozess und bietet zudem die notwendigen Tools zur Fertigung und Prüfung. Die Softwarelösungen sind leicht erlernbar und anwendbar und lassen sich zusammen einsetzen, damit Sie Ihre Produkte besser, schneller und kostengünstiger entwickeln können. Ein Fokus liegt nach wie vor auf der Benutzerfreundlichkeit, was immer mehr Ingenieuren, Konstrukteuren und anderen Technikern die Möglichkeit gibt, die Vorteile von 3D zur praktischen Umsetzung ihrer Konstruktionen zu nutzen.