Was sind Vorlagezeichnungen in DraftSight?

Seitenansicht von zwei Personen, die auf einem Bildschirm an einer Vorlage in DraftSight arbeiten

Wir alle wollen, dass unsere Projekte wie am Schnürchen laufen. Aus der Perspektive des CAD-Managements wollen Sie sicherstellen, dass Ihre Zeichner und Konstrukteure immer die richtigen Ebenen, Stile und Einstellungen verwenden, die Sie für den Erfolg Ihrer Projekte festgelegt haben. Sie möchten außerdem, dass sie sich auf ihre Konstruktion konzentrieren, anstatt ständig ihre Layer und Stile gemäß des Standards in Ihrem Unternehmen zu definieren.

Der beste CAD-Standard ist der, von dem die Anwender nicht wissen, dass sie ihn verwenden. Alles funktioniert einfach so, wie es soll. Sie müssen sich um nichts anderes kümmern, als ihre Arbeit zu erledigen. Die beste Grundlage für dieses Ziel ist im Regelfall eine Reihe gut aufgebauter CAD-Vorlagen.

Was sind Vorlagen?

Ganz einfach: Eine Vorlagezeichnung ist eine Zeichnungsdatei mit der Endung DWT (anstatt DWG). Als Ausgangspunkt für Ihre Zeichnungen enthalten die Vorlagen alle Ihre Standards, so dass Ihre Konstrukteure diese nicht jedes Mal neu festlegen müssen.

Wenn Sie Ihre Vorlage von Grund auf neu erstellen, sollten Sie wahrscheinlich eine neue Datei verwenden, die nicht auf einer der integrierten Vorlagen basiert. Manchen Benutzern ist die Funktion des Dialogs „Neue Zeichnung“ gar nicht bewusst. Deshalb zeigen wir sie Ihnen hier.

DWT-Datei als Vorlage in DraftSight öffnen

Sobald Sie alle Einstellungen in Ihrer neuen Vorlage angepasst haben, müssen Sie „Speichern unter“ wählen und den Speichertyp in „Vorlagezeichnung“ ändern (die zweite Einstellung von unten in der Liste).

Im Folgenden finden Sie eine Liste der Standards, die am häufigsten in Vorlagedateien verwendeten:

  •       Formatierung und Genauigkeit von Längen- und Winkeleinheiten (UNITSYSTEM)
  •       Ebenen und ihre Eigenschaften (LAYER)
  •       Toolbox-Ebeneneinstellungen (TB_SETTINGS)
  •       Linienstile (LINESTYLE) und ihr Maßstab (LINESCALE)
  •       Bemaßungsstile (DIMENSIONSTYLE)
  •       Textstile (TEXTSTYLE)
  •       Blätter mit Ansichtsfenstern und Skalen (SHEET)
  •       Einstellungen zum Plotten und Veröffentlichen (PRINTCONFIGURATION)
  •       Verschiedene andere Zeichnungseinstellungen (DRAFTINGOPTIONS)

Natürlich hängt diese Liste von den spezifischen Anforderungen der einzelnen Unternehmen ab. Vielleicht möchten Sie sicherstellen, dass Ihre Schraffurmuster enthalten sind, oder Sie möchten, dass Ihre Blöcke innerhalb der Vorlage definiert werden. Vielleicht müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Tabellenvorlage(n) enthalten sind, oder Sie müssen Ihre Cloud-Einstellungen anpassen. Der Punkt ist, dass Sie fast jeden Standard, den Ihre Zeichner verwenden sollen, in Ihren Vorlagen einrichten müssen.

In der Regel haben Sie mehr als eine Vorlage. Auch hier hängt alles von Ihrer individuellen Situation ab. Vielleicht haben Sie aber eine Vorlage für Entwurfsdateien und eine für Zeichnungsdateien. Sind Sie ein multidisziplinäres Unternehmen? Ein erfolgreicher CAD-Manager muss möglicherweise Vorlagen für jede Disziplin einrichten, z. B. für Architektur, Hochbau, Haustechnik usw.

Es ist zudem üblich, eine Reihe von Standardvorlagen für das Unternehmen, aber auch kundenspezifische Vorlagen zu verwenden. Es ist sogar möglich, dass Sie separate Vorlagen verwenden, die z. B. davon abhängen, wo sich Ihre Benutzer in Ihrem Gebäude befinden. Der Standort ist dann damit verknüpft, welchen Drucker oder Plotter sie verwenden. Jede Situation anders ist und ein guter CAD-Manager muss sie alle genau einschätzen, um seine CAD-Vorlagen effektiv zu erstellen.

Vorlagezeichnungen praktisch umsetzen

Das hört sich alles nach viel Arbeit an. Und das kann es auch sein, was wiederum von Ihrer Situation abhängt. Der andere Teil der effektiven Nutzung von Vorlagen besteht darin, sicherzustellen, dass sie für Ihre Benutzer leicht zugänglich sind. Als Erstes sollten Sie den Standardspeicherort des Vorlagenordners ändern. Erstellen Sie einen Vorlagenordner für Ihre Unternehmensstandards. Vielleicht verwenden Sie auch einen Standard für verschiedene Kunden. Wichtig ist, dass sie sich auf einem gemeinsamen Laufwerk befinden, auf das alle Benutzer zugreifen können. Um die Einstellungen, die Sie ändern müssen, leicht zu finden, geben Sie „Vorlage“ in das Suchfeld ein.

Hinweis: Manche Unternehmen speichern alle Daten lokal und verwenden ein Schema zum Kopieren von Dateien, um alle Benutzer auf dem Laufenden zu halten. Wenn dies auch auf Ihr Unternehmen zutrifft, fügen Sie Ihren Vorlagenordner zu Ihrem Master-Set hinzu, damit er an die Benutzer kopiert werden kann.

Speicherort für Vorlagen in DraftSight auswählen

Sie können zwischen drei Speicherorten wählen. Zudem können Sie eine Standardvorlage spezifizieren, die immer dann verwendet wird, wenn Sie eine neue Zeichnung beginnen.

Ein letzter Hinweis: Benennen Sie Ihre Vorlagezeichnungen so, dass Ihre Benutzer die richtige Vorlage leicht finden können. Wenn es sich um eine bestimmte Größe handelt, fügen Sie ein 11×17 oder 24×36 an den Namen an. Verweist die Vorlage auf einen bestimmten Drucker? Fügen Sie diesen Namen hinzu. Ist sie fachspezifisch? Auch eine verkürzte Version davon ist nützlich (Arch, Struct, Elec usw.).

Zusammenfassung

Die ordnungsgemäße Verwendung von Vorlagezeichnungen ist der erste Schritt zur Einhaltung der CAD-Standards in Ihrem Unternehmen. Mit ein wenig Vorarbeit kann ein CAD-Manager dafür sorgen, dass seine gut durchdachten Standards leicht zu befolgen sind. Auch Ihre Zeichner und Konstrukteure werden dies zu schätzen wissen, da sie sich nun auf die Konstruktion konzentrieren können, anstatt CAD-Standards einzurichten und anzupassen.

Wollen Sie DraftSight ausprobieren? Wenn Sie DraftSight (noch) nicht verwenden, können Sie sich eine kostenlose 30-Tage-Testversion von DraftSight Premium herunterladen.

Weitere Blogbeiträge zum Thema:

SOLIDWORKS DE
Dassault Systèmes bietet mit SOLIDWORKS und den cloudbasierten 3DEXPERIENCE Works Lösungen komplette 3D-Softwarewerkzeuge zum Erstellen, Simulieren, Publizieren und Verwalten Ihrer Daten im Produktentwicklungsprozess und bietet zudem die notwendigen Tools zur Fertigung und Prüfung. Die Softwarelösungen sind leicht erlernbar und anwendbar und lassen sich zusammen einsetzen, damit Sie Ihre Produkte besser, schneller und kostengünstiger entwickeln können. Ein Fokus liegt nach wie vor auf der Benutzerfreundlichkeit, was immer mehr Ingenieuren, Konstrukteuren und anderen Technikern die Möglichkeit gibt, die Vorteile von 3D zur praktischen Umsetzung ihrer Konstruktionen zu nutzen.