Flexible Konfigurationen mit dem Configuration Publisher in SOLIDWORKS erzeugen

Bevor wir in das Thema einsteigen, möchten wir Ihnen noch ein gutes und gesundes neues Jahr 2021 vom kompletten DPS Team wünschen. In unserem heutigen Beitrag geht es um das Thema „flexible Konfigurationen mit dem Configuration Publisher in SOLIDWORKS erzeugen“.

Flexible Konfigurationen mit dem Configuration Publisher

Mit dem Configuration Publisher können einer Komponente in SOLIDWORKS variable Parameter mitgegeben werden, welche das Modell beim Einfügen in eine Baugruppe steuern und eine dazu passende Konfiguration erzeugt. In unserem Beispiel steuern wir einen Flansch und machen diesen flexibel einsetzbar.

Flansch

Um ein Modell einfach zu steuern ist es hilfreich, die wichtigen Parameter mit sprechenden Namen zu benennen. Dies kann man über die Sektion „Primärer Wert“ in den Eigenschaften einer angewählten Bemaßung machen:

Bemaßung

Als nächstes müssen wir dem Modell eine Excel Tabelle hinzufügen, um darin die später erzeugten Konfigurationen speichern zu können. Dazu nutzen wir den Befehl „Einfügen – Tabellen – Tabelle…“.

Tabelle einfügen

Wird der eben genannte Befehl ausgeführt, muss dieser noch mit der Option „Automatisch erstellen“ bestätigt werden.

Tabelle automatisch erstellen

Danach wird ein Abfrage-Dialog eingeblendet, in welchem die zu steuernden Bemaßungen ausgewählt werden können. Hier ist es wieder von Vorteil, die Bemaßungen sauber benannt zu haben!

Abfrage Dialog

Wird auch dieser Dialog bestätig, wird eine Exceltabelle in die Komponente eingebettet, welche die ausgewählten Parameter enthält. Diese Tabelle kann nun aber gleich wieder geschlossen werden.

Exceltabelle wird in die Komponente eingebettet

Configuration Publisher aufrufen

Im nächsten Schritt wird der „Configuration Publisher“ aufgerufen, um die Eingabemöglichkeiten mit den in der Exceltabelle vorhandenen Bemaßungen zu verknüpfen. Der Configuration Publisher wird mit einem Rechtsklick auf den Titel des Teils im Featurebaum aufgerufen. Siehe dazu das Menü im Screenshot.

„Configuration Publisher“

Das nachfolgend eingeblendete Fenster wird in drei Bereiche dargestellt. Im ersten Bereich sind Kontrollelemente, welche in den zweiten Bereich gezogen werden können, um diese mit den zu steuernden Parametern zu verknüpfen. Im dritten Bereich werden die Eigenschaften von angewählten Kontrollelementen dargestellt.

Kontrollelemente

Modellparameter

Schauen wir uns nun die Verknüpfung der Eingaben mit den Modellparametern an. Dafür ziehen wir aus dem linken Bereich ein „Nummer“-Feld in den mittleren Bereich. Wird das Feld in diesem Bereich angewählt, werden die zugehörigen Eigenschaften im rechten Bereich eingeblendet. Folgende Einstellungen müssen vorgenommen werden:

  1. Hier wird ein aussagekräftiger Name eingegeben, um den Parameter sauber zu identifizieren.
  2. In dieser Auswahlliste sind alle in der Excel Tabelle befindlichen Modellparameter aufgelistet. Hier muss der zu steuernde Parameter ausgewählt werden.
  3. An dieser Stelle kann ein minimaler und ein maximaler Wert, sowie ein Inkrement für die Eingabe definiert werden.

Modellparametern

Für jeden Modellparameter in der Excel-Tabelle wird nun eine solche Eingabemöglichkeit hinterlegt und der Configuration Publisher wird anschließend mit „Anwenden“ und „Schließen“ geschlossen. Nach dem speichern der Datei, steht diese zum konfigurierten Einfügen in eine Baugruppe bereit.

Wird das gespeicherte Teil in eine Baugruppe eingefügt (in diesem Fall ist die gewählte Methode zum Einfügen egal), wird automatisch ein Definitionsdialog eingeblendet, in welchem die Parameter zur Steuerung der Modellparameter angezeigt und eingegeben werden können.

Definitionsdialog

Wenn Sie den Dialog mit OK bestätigen, wird dem eingefügten Teil eine neue Konfiguration hinzugefügt und diese in die Baugruppe eingebaut.

Neue Konfiguration wird in die Baugruppe eingebaut

Komponenten können auf diese Art vorkonfiguriert werden, wobei die benötigten Varianten erst beim aktiven Verwenden in einer Konstruktion erzeugt werden.

 

Weitere Tipps rund um SOLIDWORKS gibt es auch auf: www.iknow-solidworks.de

DPS Software

DPS Software

Seit der Gründung 1997 unterstützt DPS Software die komplette Wertschöpfungskette seiner Kunden. Von der Konstruktion, über die Berechnung und Fertigung bis hin zur Datenverwaltung und der Abbildung der damit verbundenen kaufmännischen Prozesse. Mit über 200 Mitarbeitern an 19 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz berät DPS über 8.000 Kunden in der Digitalisierung ihrer PLM-Prozesse – immer in dem Bestreben Mehrwerte wie Reduzierung der Kosten, Verkürzung der Markteinführungszeiten und Verbesserung der Produktqualität für seine Kunden zu erzielen. Software- und Schnittstellenentwicklungen sowie Schulungs- und Beratungsdienstleistungen vervollständigen die kundenorientierte Ausrichtung.