Konstruktionsbegleitende Simulation: Risiken in der Entwicklung senken

Die Anforderungen an moderne Produkte steigen unaufhaltsam. Hersteller verlangen eine Null-Fehler-Toleranz und Anlagen müssen immer größere Stückzahlen produzieren. Gleichzeitig setzen neue Wettbewerber etablierte Unternehmen stark unter Druck, da sie Entwicklungszeiten drastisch reduzieren. Wenn Ingenieure Fehler erst am physischen Prototyp entdecken, kostet das nicht nur wertvolle Zeit, sondern treibt auch die Ausgaben für die regulatorische Compliance in die Höhe.

In diesem Artikel betrachten wir, wie konstruktionsbegleitende Simulation den traditionellen Entwicklungsprozess revolutioniert. Sie lernen, wie Sie durch den MODSIM-Ansatz potenzielle Schwachstellen frühzeitig erkennen, Materialkosten senken und die Qualität Ihrer Konstruktionen maßgeblich verbessern.

Warum der traditionelle Entwicklungsprozess an seine Grenzen stößt

Viele Konstruktionsteams betrachten die Simulation traditionell als isolierten Schritt. Ingenieure beenden zunächst die Konstruktion und ziehen erst danach die Simulationsexperten hinzu. Oft denken Unternehmen erst an die Validierung, nachdem sie Probleme am ersten Prototyp feststellen.

Dieser Ablauf verursacht enorme Aufwände. Konstrukteure müssen zurück an den Anfang gehen, das Design überarbeiten und neue Prototypen bauen. Zu diesem Zeitpunkt haben Entscheidungsträger bereits Werkzeuge beschafft und Lieferketten etabliert. Jede späte Änderung birgt hohe Risiken und verursacht massive Kosten. Um agil zu bleiben und den Time-to-Market zu senken, brauchen Ingenieure einen effizienteren Ansatz.

MODSIM: Modellierung und Simulation als integrierter Prozess

Die Lösung für diese Herausforderungen liegt in der Verschmelzung von Modellierung und Simulation, was auch als MODSIM bezeichnet wird. Simulation agiert nicht länger als separater Schritt am Ende der Kette. Sie begleitet die Entwicklung von der ersten Idee an. Konstruktion und Validierung arbeiten parallel auf derselben Datenbasis.

Dieser integrierte Prozess verändert die tägliche Arbeit von Engineering-Teams grundlegend. Konstrukteure erkennen potenzielle Schwachstellen viel früher und treffen fundierte Entscheidungen, lange bevor der erste physische Prototyp entsteht.

Strukturmechanik direkt in SOLIDWORKS prüfen

Ein hervorragendes Beispiel für diesen Ansatz bietet die strukturmechanische Simulation in SOLIDWORKS. Konstrukteure prüfen bereits in einer sehr frühen Phase, ob das Bauteil den geforderten Belastungen standhält. Sie analysieren kritische Spannungen und identifizieren überdimensionierte Bereiche, die Einsparpotenzial bieten.

Jeder Konstrukteur erhält sofortiges Feedback zu seinem Design, ohne die gewohnte SOLIDWORKS Umgebung zu verlassen. Teams testen das Bauteil direkt in der Konstruktionsphase, schließen grundlegende Fehler frühzeitig aus und optimieren das Endprodukt. Simulation wandelt sich vom reinen Prüfwerkzeug zu einem unverzichtbaren täglichen Entwicklungswerkzeug.

Daten als Fundament für schnelle Designentscheidungen

Ein hochwertiger Echtzeitzugriff auf Fertigungsdaten stellt einen wesentlichen Faktor für Effizienz und Innovation dar. Durch die Zentralisierung der Daten in einem integrierten Wertschöpfungsnetzwerk stellen Hersteller sicher, dass alle Beteiligten mit demselben Echtzeit-Datensatz arbeiten.

Wenn Teams einen MODSIM-Ansatz verfolgen, basieren ausnahmslos alle Arbeiten auf den aktuellsten Modellen. Konstrukteure vermeiden unnötige Berechnungen für veraltete Designs und nutzen ihre Ressourcen deutlich effizienter. Diese Datenkontinuität auf der 3DEXPERIENCE Plattform eliminiert Datensilos und schafft eine zentrale Informationsquelle für das gesamte Entwicklungsteam.

Aktuelles zum Thema bei SOLIDWORKS NEXT

Integrierte Simulation macht Ihre Produkte zuverlässiger und Ihren Entwicklungsprozess schneller. Wer diese Methoden frühzeitig anwendet, sichert sich einen entscheidenden Vorsprung im Wettbewerb und senkt die Prototyping-Kosten signifikant.

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Dassault Systèmes bietet mit SOLIDWORKS und den cloudbasierten 3DEXPERIENCE Works Lösungen komplette 3D-Softwarewerkzeuge zum Erstellen, Simulieren, Publizieren und Verwalten Ihrer Daten im Produktentwicklungsprozess und bietet zudem die notwendigen Tools zur Fertigung und Prüfung. Die Softwarelösungen sind leicht erlernbar und anwendbar und lassen sich zusammen einsetzen, damit Sie Ihre Produkte besser, schneller und kostengünstiger entwickeln können. Ein Fokus liegt nach wie vor auf der Benutzerfreundlichkeit, was immer mehr Ingenieuren, Konstrukteuren und anderen Technikern die Möglichkeit gibt, die Vorteile von 3D zur praktischen Umsetzung ihrer Konstruktionen zu nutzen.