Vorlagen mit optimalen Performance Einstellungen anpassen [Technik-Tipp]

Optimale Performance Einstellungen

Können Sie sich noch an unseren September-Beitrag hier erinnern? Wir haben damals die Performance von SOLIDWORKS Komponenten betrachtet und anhand dieses Zahnrads hier erklärt. Heute möchten wir Ihnen unter anderem zeigen, wie Sie Vorlagen anpassen, um mit optimalen Performance Einstellungen zu arbeiten.

Vorlagen mit optimalen Performance Einstellungen anpassen - Bild 1: Zahnrad

Wir möchten unserem Versprechen nachkommen und, wie angekündigt, über ein paar hilfreiche Tricks bei der Vereinfachung schreiben. Vielleicht hilft es Ihnen da draußen, Ihre Arbeit besser und schneller zu erledigen.

Vorlagen anpassen

Um grundsätzlich keine Teile zu erstellen, welche keine optimalen Performance Einstellungen haben, ist es sinnvoll die Vorlagen entsprechend anzupassen. Dies ist recht einfach möglich. Es wird die normale Vorlage für Einzelteile geöffnet und darin werden die Einstellungen angepasst, welche für die Performance wichtig sind. Eine sehr wichtige Eigenschaft dafür ist die Bildqualität der Anzeige. Diese ist in den Dokumenteigenschaften einzustellen. Ein Wert im ersten Drittel der Skala ist hier sinnvoll. Siehe dazu folgenden Screenshot:

Vorlagen mit optimalen Performance Einstellungen anpassen - Bild 2: Vorlagen anpassen

Ist die Einstellung gemacht, muss das Dokument nur noch als Vorlage gespeichert werden. Dies geschieht mit dem normalen „Speichern unter“ Befehl. Als Dateityp wird „Part Templates“ eingestellt, wobei SOLIDWORKS auch gleich in den Vorlagen Ordner wechselt. Hier kann die Vorlage dann gespeichert werden.

Vorlagen mit optimalen Performance Einstellungen anpassen - Bild 3: Vorlage speichern

Wichtig wäre an der Stelle noch, die neue Vorlage auch als Standardvorlage zu definieren. Dies gewährleistet, dass die neu erstellte Vorlage auch beim Import von neutralen Formaten genutzt wird und die angepassten Einstellungen auch dafür benutzt werden.

Vorlagen mit optimalen Performance Einstellungen anpassen - Bild 4: Neue Vorlage als Standardvorlage definieren

Teile teilautomatisiert vereinfachen

Im nächsten Abschnitt wollen wir Ihnen noch einen Tipp geben, wie Sie Teile teilautomatisiert vereinfachen können. Dazu nutzen wir den Befehl „Vereinfachen“ in SOLIDWORKS. Ziel soll sein, ein vereinfachtes Model des Gussteils im Screenshot zu erstellen.

Vorlagen mit optimalen Performance Einstellungen anpassen - Bild 5: "Vereinfachen"-Befehl

In diesem Model sind viele Verrundungen enthalten, welche sicher einige Zeit zur Berechnung benötigen. Im Fall, dass wir eine Baugruppe mit vielen solcher Teile haben, summiert sich dies natürlich auf und kann zu Performance Problemen führen.

Um dies zu umgehen, wird mit dem Befehl „Vereinfachen“ eine vereinfachte Konfiguration des Bauteils erstellt, welche wir dann in unserer Baugruppe verwenden können. Wird der Befehl angewendet, öffnet sich in der Taskansicht standardmäßig rechts im SOLIDWORKS Fenster ein Dialog, um die Optionen festzulegen.

Vorlagen mit optimalen Performance Einstellungen anpassen - Bild 6: Konfiguration erstellen

Im ersten Bereich können die Features ausgewählt werden, nach denen gesucht werden soll. Wird nach den Eingaben gesucht, werden die Ergebnisse im dritten Bereich dargestellt. In unserem Beispiel wird nach Verrundungen und Fasen gesucht. Das Ergebnis sieht dann wie folgt aus:

Bild 7: Features auswählen

Nun wird am Ende des Befehls eingestellt, was mit dem Suchergebnis passieren soll. Mit dem Befehl „Unterdrücken“ (1) und der Option „Alle“ werden alle gefundenen Features unterdrückt. Durch die Einstellungen für die abgeleitete Konfiguration (2) wird eine abgeleitete Konfiguration mit dem eingegebenen Namen erstellt.

Bild 8: Befehl "Unterdrücken"

Das Ergebnis dieser Aktion ist eine abgeleitete Konfiguration, welche durch die unterdrückten Verrundungen deutlich schneller berechnet wird als die Hauptkonfiguration.

Bild 9: Abgeleitete Konfiguration

Wir hoffen diese Tipps helfen Ihnen im Umgang mit komplexeren Teilen weiter. Nächstes Mal möchten wir Ihnen noch ein paar Tricks für performante Baugruppen geben. Schauen Sie doch wieder hier im SOLIDWORKS Blog vorbei.

Weitere Tipps zur schnelleren Arbeit in SOLIDWORKS gibt es auch auf: www.iknow-solidworks.de

DPS Software

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1997 gegründet, unterstützt DPS die komplette Wertschöpfungskette seiner Kunden. Von der Konstruktion, über die Berechnung und Fertigung bis hin zur Datenverwaltung und der Abbildung der damit verbundenen kaufmännischen Prozesse. Das Software-, Beratungs- und Serviceangebot der DPS beruht auf den Produkten weltweit führender Softwareunternehmen: SOLIDWORKS von Dassault Systèmes, die CAM-Produkte von SolidCAM sowie SWOOD von EfiCAD. Mit der 3DEXPERIENCE Plattform von SOLIDWORKS bietet DPS zudem eine Cloud-Lösung, die höchste Flexibilität für zukünftige Entwicklungen bietet. Darüber hinaus werden eigene DPS Module und Applikationen vertrieben. Eine starke Kompetenz für ERP-Anbindungen rundet das Angebot von DPS ab. Mit über 190 Mitarbeitern an 14 Standorten in unterstützt DPS über 7.000 Kunden – immer in dem Bestreben Mehrwerte wie Reduzierung der Kosten, Verkürzung der Markteinführungszeiten und Verbesserung der Produktqualität für seine Kunden zu erzielen.