Additive Fertigung bringt uns der Massenfertigung einen Schritt näher – Teil 2

Nach dem Ende der General Session an Tag 1 der SOLIDWORKS World (siehe unsere Zusammenfassung) startete das Additive Manufacturing Symposium. Die bei SOLIDWORKS ausgearbeiteten Initiativen im Zusammenhang mit 3D-Druck wurden zusammen mit der Vorführung einiger brandneuer Produkte von Partnern wie z.B. 3DXpert for SOLIDWORKS von 3D Systems und Live Parts von Desktop Metal vorgestellt.

Das Symposium bot auch zwei besondere Gastvortragende. Einer von ihnen war Terry Wohlers, Principal Consultant und President von Wohlers Associates, Inc, einem unabhängigen Beratungsunternehmen, das dieser vor 30 Jahren gründete. Was er über additive Fertigung und die Branche weiß, lohnt sich nicht zu erwähnen. Er sprach über die Bedeutung der Konstruktion für additive Fertigung und auch über die Zukunft der Branche.

Danach machte Tim Simpson einen weiteren kurzen Ausblick in die Zukunft. Er ist der „Paul Morrow“-Professor für konstruktive Gestaltung und Fertigung an der Penn State Universität. Bei seiner Präsentation sprach er über die Forschungsarbeit, die er an vorderster Front hinsichtlich additiver Herstellungsverfahren im Metallbereich leistet und deren Potential die Branche Schicht für Schicht aufzumischen. Diese Session wurde auch in einem Live-Stream auf live.solidworks.com und auf Facebook live übertragen.

Während das Symposium eine Pause machte, gab es weiter „additive“ Neuigkeiten. Eine Pressekonferenz über SOLIDWORKS, Stratasys und CEO und Gründer des Startups Unlimited Tomorrow begann. Easton LaChappelle war schon vorher in den Nachrichten, als er seine Roboterhände dem früheren US-Präsidenten Barack Obama zeigt, aber die Dinge haben sich seither weiterentwickelt. Bei seinem derzeitigen Projekt werden 100 Personen mit echt aussehenden Roboterprothesen ausgestattet.

SOLIDWORKS und Stratasys bilden eine Partnerschaft mit ihm, damit das umgesetzt werden kann. SOLIDWORKS stellte Software zur Verfügung, aber auch Mittel für die nächsten 100 Arme. Easton LaChappelle sprach darüber, wie er SOLIDWORKS seit der 8. Klasse verwendet hat und wie er es für maßgeschneiderte 3D-gedruckte Roboterprothesen einsetzte. Sehr beeindruckend.

Nach dem Mittagessen ging das Symposium weiter und befasste sich mit der Kombination von additiv und subtraktiv. Greg Paulsen von Xometry referierte über die Bedeutung der Konstruktion für den Prozess, den Sie einsetzen werden. Wie entscheiden Sie sich also, welchen Prozess Sie verwenden sollen? Additiv oder subtraktiv?

Vivek Govekar setzte dieses Thema fort, indem er zeigte, wie SOLIDWORKS CAM in den additiven Workflow passt, wie dieses verwendet wird, um Trägerstrukturen von additiv hergestellten Metallteilen zu entfernen und Oberflächenbeschaffenheiten und -bearbeitung in engen Toleranzen zu verbessern, wo erforderlich.

Im letzten Teil des Symposiums ging es um alles im Zusammenhang mit Desktop. Desktop-Drucker wurden ursprünglich aufgestellt als Spielzeuge für Bastler, aber nun liegen Qualität und Verlässlichkeit weit über diesem Niveau und werden hauptsächlich von Profis genutzt. In manchen Fällen sogar zur Produktion. Formlabs und Ultimaker sprachen über die Möglichkeiten von heutigen Desktop-Druckern. Schließlich könnten Sie um den Preis eines industriellen Großdruckers 10 oder vielleicht sogar 20 oder mehr Desktop-Drucker haben, die alle gleichzeitig laufen, schneller fertig sind, und wenn einer ausfällt, haben Sie noch all die anderen, die die Lücke schließen können.

Auf der Hauptbühne wurden am zweiten Tag von Suchit Jain, SOLIDWORKS VP of Strategy, zwei neue Kollaborationen angekündigt. 3D Systems und Desktop Metal. Diese Partnerschaften ermöglichen es SOLIDWORKS Nutzern mit Subskriptionsdienst-Vertrag auf neue Tools der Partner zuzugreifen, im Besonderen auf Design for Additive Manufacturing. Das erste Produkt, 3DXpert for SOLIDWORKS, steht heute zum Download bereit unter https://www.3dsystems.com/software/3dxpert-solidworks. Aufgrund der zweiten Partnerschaft können SOLIDWORKS Anwender sich mit ihrem MySolidWorks Account auf http://labs.desktopmetal.com/liveparts einloggen, um das Produkt eine Zeit lang exklusiv kostenlos zu nutzen und es dann zu einem Sonderpreis weiter zu verwenden.

Soviel 3D-Druck in so wenig Zeit! Wenn vor der SOLIDWORKS World 2018 irgendwelche Zweifel bestanden, dass das SOLIDWORKS Ökosystem nicht die beste Wahl für die Konstruktion für additive Fertigungsverfahren sein könnte, steht das jetzt überhaupt nicht mehr in Frage.

Falls Sie immer noch nicht genug über 3D-Druck wissen, warum besuchen Sie nicht die Formlabs Roadshow?

Mit all diesen Gesprächen, Ankündigungen, Breakout Sessions und Produktlaunches für additive Fertigung bei der SOLIDWORKS World ist das nicht nur einfach eine SOLIDWORKS Veranstaltung, sondern auch eine Gelegenheit, Informationen über die neuesten Entwicklungen und neuesten Produkte zu erfahren, die Ihnen helfen sollen, einen Wettbewerbsvorteil zu gewinnen.

Autor: Mark Rushton, Product Portfolio Manager bei Dassault Systèmes SOLIDWORKS – Zum Originalartikel gelangen Sie HIER

SOLIDWORKS DE
Dassault Systèmes bietet mit SOLIDWORKS komplette 3D-Softwarewerkzeuge zum Erstellen, Simulieren, Publizieren und Verwalten Ihrer Daten im Produktentwicklungsprozess und bietet zudem die notwendigen Tools zur Fertigung und Prüfung. SOLIDWORKS Produkte sind leicht erlernbar und anwendbar und lassen sich zusammen einsetzen, damit Sie Ihre Produkte besser, schneller und kostengünstiger entwickeln können. Ein Fokus liegt nach wie vor auf der Benutzerfreundlichkeit, was immer mehr Ingenieuren, Konstrukteuren und anderen Technikern die Möglichkeit gibt, die Vorteile von 3D zur praktischen Umsetzung ihrer Konstruktionen zu nutzen.