Powersports Athlet Mike Schultz von BioDapt baut Hochleistungsprothesen mit SOLIDWORKS

Powersports Athlet Mike Schultz

Mike Schultz hat sich von klein auf mit Powersports befasst. In der High School beschäftigte er sich ernsthaft mit Motocross, bewegte sich dann aber schnell in Richtung Schneemobil-Rennen. Schultz arbeitete hart, um sich auf der Rennstrecke immer mehr zu profilieren, und war schließlich regelmäßiger Teilnehmer an nationalen und internationalen Schneemobil-Rennen. „Ich habe meinen Traum als einer der besten Snocross-Rennfahrer der Welt gelebt“, sagt Schultz.

Snocross-Rennfahrer Mike Schultz präsentiert seine Prothese
Sean Boggs Photography

Eine Verletzung der etwas anderen Art

2008 hatte Schultz gerade bei einem neuen Rennteam unterschrieben. In der zweiten Runde der International Series of Champions (ISOC) der Snocross-Meisterschaft hatte er einen schlechten Start und entschloss sich, Vollgas zu geben, um verlorene Zeit aufzuholen. Beim Rennen über unwegsames Gelände geriet Schultz in eine Senke und wurde von seinem Schneemobil katapultiert.

Er landete mit dem ganzen Gewicht auf seinem linken Bein, das beim Aufprall vollständig ausgestreckt war. Sein Bein wurde durch die extreme Krafteinwirkung zerschmettert. „Mein Fuß landete verdreht auf meiner Brust“, erzählt Schultz. „Ich habe mich [buchstäblich] mit dem Zeh ins Kinn getreten.“

Schultz hatte sich in seiner Rennkarriere viele Knochen gebrochen, aber diese Verletzung war weit entfernt von einer einfachen Fraktur.

Damit er den Sturz überleben konnte, musste sein linkes Bein etwa 7,5 cm über dem Knie amputiert werden.

Powersports Athlet Mike Schultz entwirft Prothesen mit SOLIDWORKS am PC
„Die Möglichkeit, auf Reisen über diese Dateien miteinander zu kommunizieren, ist sehr wichtig, um den Konstruktionsprozess ständig voranzutreiben.“

Immer nach vorne schauen

Schultz‘ Vater sagte, dass eines der ersten Dinge, die sein Sohn nach dem Aufwachen von der Operation sagte, war: „Ich will mein Leben weiterführen.“ Im Frühjahr 2009 stand Schultz auf seinem ersten prothetischen Bein. Ein paar Monate später erkannte er, dass er etwas Besseres brauchte: eine Prothese, mit der er wieder zum Powersport zurückzukehren konnte. Schultz war überzeugt, dass er selbst eine entwerfen konnte.

Als Powersportler wusste Schultz, wie sein Körper funktionieren musste, um auf der Rennstrecke erfolgreich zu sein. Er verstand auch die Funktionsweise der Aufhängung und der verschiedenen mechanischen Komponenten seiner Rennmaschinen. Nun war es seine Aufgabe, dieses Wissen auf die Konstruktion eines neuen Beins anzuwenden.

Mit einer angeborenen Neugierde an der Funktionsweise der Dinge, seinen Kenntnissen aus dem Unterricht im technischen Zeichnen und viel Papier (und noch mehr Radierern) entwarf Schultz ein neues Bein, mit dem er sich wieder seinem Lieblingssport widmen konnte. Nachdem er sechs Wochen lang seine Lösung immer wieder überarbeitet hatte, wusste Schultz, dass seine Erfindung ihn bald wieder in den Powersport zurückbringen würde.

Sieben Monate nach seiner Verletzung trat Schultz beim Supercross-Event der Summer XGames an und gewann eine Silbermedaille – mit dem Bein, das er selbst in seiner Garage entworfen hatte.

Powersports Athlet Mike Schultz an Maschine

Braucht sonst noch jemand Hilfe?

Zu diesem Zeitpunkt begann Schultz zu begreifen, dass seine Prothese nicht nur ihm helfen konnte.

Schultz wusste, dass es viele Amputierte gab, die snowboarden oder andere Aktivitäten durchführen wollten, und er setzte sich auch besonders engagiert für Veteranen ein. Also begann er darüber nachzudenken, wie er die Ausrüstung vielseitiger machen könnte. Anfang 2010 gründete er eine Firma namens BioDapt mit dem Ziel, die leistungsstärksten Unterschenkelprothesen für Action und Powersport auf dem Markt zu entwickeln.

Herausforderungen in Sachen Design

Schultz erklärt dem Konstruktionsteam seines Unternehmens, was er von seinen 2D-Zeichnungen erwartet, und ein CAD-Designer baut den Entwurf in 3D nach. „SOLIDWORKS macht den Prozess so viel einfacher und schneller und ermöglicht es uns, so viel mehr zu erreichen“, freut sich Schultz. „Wir können die Baugruppen virtuell erstellen und sie dann mit SOLIDWORKS Simulation digital testen, um zu sehen, wo die Schwachstellen liegen.“

Eine der Konstruktionsherausforderungen bei VF (Versa Foot) 2 besteht darin, ein kompaktes Design zu realisieren, das gleichzeitig belastbar ist. In einigen Situationen muss der VF2 Belastungen von mehr als 230 kg an dynamischen Lasten standhalten. Eine weitere Herausforderung bei der Konstruktion ist das einzigartige Laufrollensystem des Moto Knee. „Im Grunde genommen haben wir einen Stoßfederungsweg von fünf Zentimetern und den muss ich in eine 130-Grad-Bewegung am Kniegelenk übersetzen“, sagt Schultz.

SOLIDWORKS ermöglicht BioDapt, vom Büro aus oder von unterwegs zusammenzuarbeiten, was bei Schultz oft der Fall ist. „Die Möglichkeit, auf Reisen über diese Dateien miteinander zu kommunizieren, ist sehr wichtig, um den Konstruktionsprozess ständig voranzutreiben.“
Modell einer BioDapt-Prothese

Türen für Andere öffnen

Schultz‘ Frau Sara hat miterlebt, wie viele Neukunden zum ersten Mal eine BioDapt-Prothese anziehen. „Man sieht, wie sie aufblühen, denn jetzt haben sie die Möglichkeit, das zu tun, was sie lieben.“ Oft hört Schultz den Satz: „Sie haben mein Leben verändert.“

Bei den Paralympischen Spielen 2018 standen neun Snowboarder mit insgesamt elf Medaillen auf dem Podium – alle mit BioDapt-Prothesen.

„Das war ein wirklich stolzer Moment für mich und den Rest meines Unternehmens“, so Schultz. „Eine [eigene] Medaille zu gewinnen ist schon ziemlich toll, aber wenn man eine positive Veränderung für viele andere Menschen bewirken kann – das ist unbezahlbar.“

Schultz erweitert ständig sein Angebot an Prothesen, weil er möchte, dass die Träger so viele Sportarten und Aktivitäten wie möglich ausüben können. Heute kann das Moto Knee zum Snowboarden, Skifahren, Radfahren, Offroad-Motorradfahren, ATV, Krafttraining, Reiten und für Wassersport verwendet werden. Und die Liste wächst weiter, da BioDapt an der Forschung und Entwicklung weiterarbeitet, um so vielen Menschen wie möglich zu helfen.


 
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