{"id":5987,"date":"2018-01-31T15:30:54","date_gmt":"2018-01-31T14:30:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.solidworks.com\/solidworksdeutschland\/?p=5987"},"modified":"2018-02-04T17:52:09","modified_gmt":"2018-02-04T16:52:09","slug":"zusammenarbeit-in-der-technik-nie-im-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.solidworks.com\/solidworksdeutschland\/2018\/01\/zusammenarbeit-in-der-technik-nie-im-leben.html","title":{"rendered":"Zusammenarbeit in der Technik? Nie im Leben!"},"content":{"rendered":"<p>Bew\u00e4ltigen Techniker Aufgaben gemeinsam oder arbeiten sie an gleichen Dingen im Team?<\/p>\n<p>Meinen Beobachtungen zufolge sind die meisten Techniker TEIL eines Teams, aber ARBEITEN nicht notwendigerweise gemeinsam als\u00a0Team. Techniker sind ihrem Wesen nach darauf trainiert h\u00f6chst effiziente Erfinder zu sein, die zuerst mit verschiedenen Tools an eigenen, herausfordernden, komplexen Aufgaben arbeiten und dann, wenn das erledigt ist, Feedback von Teamkollegen einholen, das sie anschlie\u00dfend in ihre Konzepte oder Konstruktionen einflie\u00dfen lassen.<\/p>\n<p>Es scheint, als ob der Prozess in vielen Unternehmen da drau\u00dfen immer noch sehr viele aufeinander folgende Schritte umfasst. Die meisten Techniker, die ich als Au\u00dfendienst Mitarbeiter\u00a0w\u00e4hrend vieler Besuche bei Firmen kennen lerne, erz\u00e4hlen mir, dass sie glauben, dass es nur einen Projektleiter geben kann, der das gesamte Projekt abwickelt, da es mehr Zeit kostet zu informieren &#8211; Leute auf Trab zu halten versus Dinge rasch selbst zu erledigen.<\/p>\n<h2><strong>Keine Teams mehr<\/strong><\/h2>\n<p>Vor einigen Jahren (2008) w\u00e4hrend der letzten &#8220;Internetblase&#8221;, las ich ein interessantes Buch von Michael Schrage mit dem Titel &#8220;NO MORE TEAMS, Mastering the Dynamics of Creative Collaboration&#8221; (&#8220;KEINE TEAMS MEHR, wie man die Dynamik der kreativen Zusammenarbeit meistert&#8221;). <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/NO-MORE-TEAMS-Michael-Schrage\/dp\/0385476035\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1507791584&amp;sr=8-1&amp;keywords=no+more+teams\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link zum Buch<\/a><\/p>\n<p>Vieles von dem, was Michael Schrage beschreibt, wird heute mit der Unterst\u00fctzung von moderneren Werkzeugen und in einer durch soziale Netzwerke und Interaktionen wie Tools in LinkedIn, Facebook, Whatsapp und Skype ver\u00e4nderten Welt immer noch angewendet.<\/p>\n<p>Die Einleitung zum Buch bietet einen guten Einblick dar\u00fcber, was auch f\u00fcr Sie interessant sein k\u00f6nnte:<\/p>\n<p><em>\u201c<\/em><em>F\u00fcr Unternehmen, die sich \u00fcber Innovation Gedanken machen, ist individuelle Kreativit\u00e4t nicht mehr genug &#8212; die Leute m\u00fcssen in kreativen Strukturen zusammenarbeiten. Aber ohne zu wissen, wie solche Strukturen zusammengesetzt sein sollen und ohne Werkzeuge, diese zu bilden, wird man in den B\u00fcros von heute nicht erfolgreich sein und noch viel weniger in den &#8220;virtuellen&#8221; B\u00fcros von morgen. Das behauptet der Innovationsexperte Michael Schrage.\u00a0Das Buch &#8220;No More Teams&#8221; (Keine Teams mehr) gibt den Lesern das Werkzeug und die Technik, \u00fcber die faulen Klischees von &#8220;Teamarbeit&#8221; hinaus, zu den praktischen Vorteilen von Zusammenarbeit zu gelangen. Als Schrage die weltweit gr\u00f6\u00dften Beispiele f\u00fcr Zusammenarbeit untersuchte &#8211; einschlie\u00dflich Wozniak und Jobs, Picasso und Braque, Watson und Crick &#8211; entdeckte er, dass sie &#8211; anstatt auf ihr Charisma zu vertrauen &#8211; alle ihre &#8220;gemeinsamen R\u00e4ume&#8221; schufen, wo sie mit ihren Ideen spielen konnten. Indem technologische Werkzeuge effizient eingesetzt werden, die in den meisten Arbeitsbereichen vorhanden sind &#8211; irgendetwas von einem Filzstift und einer Serviette bis zu einer speziellen Computersoftware &#8211; kann im wahrsten Sinne des Wortes eine Diskussion in Gang setzen, sobald sie entsteht, wodurch es m\u00f6glich ist, alle guten Ideen aufzugreifen und mit allen Gegenargumenten bei der Bew\u00e4ltigung von Konflikten fertig zu werden, sobald sie auftauchen,&#8221; Quelle: \u201cNO MORE TEAMS, Mastering the Dynamics of Creative Collaboration\u201d (KEINE TEAMS MEHR, wie man die Dynamik der kreativen Zusammenarbeit meistert) Michael Schrage<\/em><\/p>\n<p>Als ich einigen DS SOLIDWORKS Nutzern eines meiner, in dessen Branche sehr erfolgreichen Kunden \u00fcber die Schultern schaute, stellte ich fest, dass SKYPE die zweitbeliebteste Applikation neben technischen Tools ist. Die Techniker chatteten intensiv mit anderen Usern, indem sie einige \u00dcberlegungen, Konzepte und Abbildungen auf den Bildschirmen teilten und dann ihre Arbeit in ihrer Umgebung von SOLIDWORKS CAD und \u00a0SOLIDWORKS PDM Professional fortsetzten.<\/p>\n<p>Dieses Unternehmen, das gr\u00f6\u00dfere Maschinen f\u00fcr Kunden in der Automobilbranche entwickelt, ist bei der Abwicklung seiner riesigen Anzahl von Projekten unter extremem Zeit- und Kostendruck, w\u00e4hrend es gleichzeitig innovative Wege finden muss, um die Probleme seiner Kunden zu l\u00f6sen. Diese Techniker M\u00dcSSEN zusammenarbeiten, da sie allein den Kampf gegen die Zeit nicht gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Interessant, wo doch Techniker ihrem Wesen nach nicht zusammenarbeiten, es sei denn, sie finden keine Alternative und sind dazu gezwungen.<\/p>\n<p>Viele andere Unternehmen, die ich derzeit besuche, haben diesen Wandel in ihrem t\u00e4glichen Arbeitsprozess noch nicht realisiert. Die aufeinander folgenden Schritte, die die Techniker in diesen Unternehmen setzen, indem sie alle Aspekte des Produkts steuern und so <strong>ein<\/strong> Techniker der einzige ist, der den \u00dcberblick \u00fcber das gesamte Projekt hat, machen diesen Herren und Damen meiner Meinung nach zu einem &#8220;Master of Disaster&#8221;. Ich sage damit nicht, dass er oder Sie das nicht alleine zustande bringt oder er oder Sie nicht sein Bestes gibt, ich sage nur, dass dabei Energie verloren geht im Sinne des 1+1=3-Prinzips.<\/p>\n<p>Meine Kollegen Michael Sterns und Ralf Otto teilten verschiedene interessante Videos, die das zusammenfassen, was ich an den Bildschirmen der User des Unternehmens beobachtete, die bei Projekten wirklich zusammenarbeiteten. N\u00e4mlich tats\u00e4chliche Zusammenarbeit, unmittelbar an einer riesigen Baugruppe mit Unterst\u00fctzung von SOLIDWORKS PDM Professional und SOLIDWORKS 3D CAD. Das Einzige, was in diesem Video fehlte, war das intensive Chatten und Skypen, das ich vorher beschrieb.<\/p>\n<div class=\"video-container\">\n<div class=\"entry-content-asset\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"1140\" height=\"855\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qQnshBrdSQU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<h2><strong>Zusammenarbeit f\u00fcr das &#8220;Internet der Dinge&#8221; und &#8220;Industrie 4.0&#8221;<\/strong><\/h2>\n<p>Wenn man die Welt des Internets der Dinge oder von Industrie 4.0 mit den Herausforderungen der Arbeitswelt vereint, kann man sehen, dass sogar die Zusammenarbeit zwischen Mechanik-Konstruktion, Elektronik-Konstruktion und der Konstruktion von elektrischen Schaltpl\u00e4nen fach\u00fcbergreifend m\u00f6glich wird. Alle m\u00fcssen zusammenarbeiten. Dadurch wird es keine &#8220;Master of Disaster&#8221;-Mentalit\u00e4t mehr geben. Es werden aufgeschlossene Techniker gebraucht, die zusammenarbeiten und ein gemeinsames Ziel verfolgen.<\/p>\n<p>In einem anderen f\u00fchrenden Industrieunternehmen, das ich besuchte, stellte der leitende Techniker deshalb einem seiner besten Mitarbeiter die brennende Frage: &#8220;Warum arbeiten Sie nicht mit Ihren Kollegen zusammen und verwenden die Tools, die Sie haben?&#8221; Die Antwort \u00fcberraschte ihn: &#8220;Ich wei\u00df nicht, wir haben es nie versucht. Und Sie haben uns auch nicht dazu ermutigt, das gemeinsam zu l\u00f6sen &#8211; wir w\u00fcrden Zeit investieren m\u00fcssen, um das zu schaffen.&#8221;<\/p>\n<p>Vermutlich hatte er recht, wir alle halfen ihnen nicht dabei &#8230; Es liegt eine schwierige Aufgabe vor uns, die Leute so zu f\u00fchren, dass sie lernen zusammenzuarbeiten &#8211; \u00fcber die Installation von Tools f\u00fcr Techniker hinaus, die die Zusammenarbeit unterst\u00fctzen. Wandel findet nur statt, wenn wir ihn durch Trainings, Schulungen und Zusammenarbeit zwischen Kunden und Software H\u00e4ndlern unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Nach all diesen Jahren werden immer mehr Techniker vom &#8220;Social Engineering&#8221; beeinflusst. Einige noch etwas \u00e4ltere Kollegen als ich (ich hasse es, 44-J\u00e4hrige als &#8220;alt&#8221; zu bezeichnen) nennen das immer noch &#8220;Concurrent Engineering&#8221; , aber vielleicht ist dieses Wort (concurrent = gleichzeitig) heutzutage nicht mehr so cool.<\/p>\n<p>Der Prozess bleibt jedoch der selbe. Entwicklungszeiten durch Nutzung des 1+1=3-Prinzips zu verk\u00fcrzen. Markteinf\u00fchrungszeit zu reduzieren!<\/p>\n<p>Fordern Sie Ihre SOLIDWORKS Fachh\u00e4ndler auf, Ihnen dabei zu helfen, mit der einen oder anderen Schulung das Beste aus Ihren Teams herauszuholen. Durch das Verstehen von Tools f\u00fcr die Mechatronik-Konstruktion oder das Entdecken von Schaltfl\u00e4chen, die die SOLIDWORKS Software bietet.<\/p>\n<p>Letzten Endes stehen wir von DS SOLIDWORKS im Dienste einer immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Community von Technikern, die gro\u00dfartige Produkte entwickeln. Und eine Gemeinschaft will ihrem Wesen nach zusammenarbeiten, sich um einander k\u00fcmmern und an gemeinsamen Zielen arbeiten. Eine Community, wo Dassault Syst\u00e8mes in vielen Bereichen eine unterst\u00fctzende Rolle spielt, um seiner Aufgabe gerecht zu werden, n\u00e4mlich die Produkte, die Natur und das Leben miteinander in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>Also auf gehts, lasst uns mehr zusammenarbeiten! (oder sollte ich sagen: lasst uns ein Team bilden und die Dinge nutzen, die es bereits in unseren SOLIDWORKS Tools gibt!)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bew\u00e4ltigen Techniker Aufgaben gemeinsam oder arbeiten sie an gleichen Dingen im Team? 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