Anlagenbau 4.0 – Die Antwort auf wichtige Fragen der Digitalisierung der Rohrfertigung: 0,3% und 63 Euro

Die weit verbreitete Ansicht ist, dass „70–80 % der Produktkosten durch die Produktgestaltung festgelegt werden“ (Wikipedia). Die Wertschöpfung quantifiziert die unternehmerische Leistungserbringung und hängt maßgeblich von den Einstandskosten bei der Produktion, der Veredelung, dem Marketing und dem Vertrieb des Produktes ab. Somit ist auch in der Auslegung und Herstellung von Rohrsystemen ein sehr hoher Anteil an der Wertschöpfung in der Fertigung und im Umkehrschluss auch das größte Risiko enthalten, seine Marktstellung zu gefährden.

Am 4. und 5. Juni war dies der Hauptpunkt der Agenda auf der PLANT DESIGN & PIPING PRODUCTION WORLD in Lennestadt.

Die Themen Scannen, Konstruieren, Software zur Steuerung der Arbeitsvorbereitung und -Fertigung sowie Maschinen- und Messtechnik wurden von den Praktikern der Veranstalter, PIPE BENDING SYSTEMS (TRACTO-TECHNIK), Smap3D Plant Design und Dassault Systemes SolidWorks dargestellt.

Anlagenbau 4.0 - Optimaler Prozess der Digitalisierung im Anlagenbau
Anlagenbau 4.0 – Optimaler Prozess der Digitalisierung im Anlagenbau

 

Eine Reihe von Vorträgen waren der Rahmen der Veranstaltung, u.a. zu den Themen Digitalisierung der Rohrleitungskonstruktion und Digitalisierung der Fertigung und Maschinentechnik. Die Prozessschritte vom P&ID über Piping bis hin zu Isometrie integriert in und mit SOLIDWORKS wurden vorgestellt oder wie Daten aus dem 3D Scanner direkt im CAD-Programm verwertet werden. In derselben Softwareumgebung werden Apparate konstruiert und untersucht u.a. auf Druckbelastung und Strömungsverhalten. Die Integration des Stahlbaus mit allen seinen montage-und fertigungsgerechten Konstruktionselementen wie Kopfplatten darf dabei nicht fehlen.

Im dem Vortrag mit dem Titel „Biegen oder Nicht-Biegen – das ist die Frage“ zeigte die Krones AG, Hersteller von Anlagen für die Abfüllung und Verpackung von Getränken und flüssigen Nahrungsmitteln, die Prozessschritte von der Konstruktion bis hin zum gebogenem Rohr.

Herr Gottfried Schuster, Leiter der Rohrfertigung bei der Krones AG, stellte eindrucksvoll die Digitalisierung der Rohrfertigung mit den Werkzeugen von Smap3D und PipeFAB dar.

Zwei eindrucksvolle Zahlen beschreiben die Effekte einer nachhaltigen und praxisgerechten Digitalisierung:

–       Man verzichtet auf das Verwenden von Rohrbögen und biegt aus den vorliegenden Rohrlängen das Maximum an Rohrabschnitten. Der Effekt ist höhere Qualität und Prozesssicherheit durch Wegfall einer Vielzahl von Schweißnähten. Pro Bogen werden 63 Euro gespart. Wertschöpfung pur!

–       Durch Nutzung eines Expertensystems in Konstruktionsnähe ist jeder Konstrukteur befähigt Biegemaschinen-gerecht die Rohrleitungen auszulegen (SMAP3D Bending Simulation und PipeFAB Suite von PIPE BENDING SYSTEMS). Das Resultat ist umwerfend: Fehlerquote 0,3% aus der Konstruktion! Wertschöpfung pur!

Dazu Herr Maxim Lich (Geschäftsführer Smap3D Plant Design) und Herr Dr. Christian Gerlach (Geschäftsbereichsleiter bei PIPE BENDING SYSTEMS der TRACTO-TECHNIK):

“Wir sind stolz, dass durch unsere integrierten Lösungen unsere Kunden eine solch hohe Wertschöpfung erreichen können und damit international wettbewerbsfähig bleiben. Wir sind überzeugt, dass nur durch die Verbindung der Konstruktion, Fertigung und der übergeordneten Systeme wie PDM und ERP eine solche Wertschöpfung realisiert werden kann. Aus diesem Grund unterstützen wir zusammen unsere Kunden und Interessenten auf dem Weg der Digitalisierung und Industrie 4.0.“

Wir freuen uns mit den Praktikern aus dem Anlagenbau auf die Folgeveranstaltung in 2020. Innovation und Fortschritt entsteht mit Werkzeugen, wie Software, aber vor allem durch beherzte und disruptive Änderungen im Konstruktions- und Fertigungsprozess.

Digitalisierung im Anlagenbau

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