SOLIDWORKS World 2018 General Session – Zusammenfassung des dritten Tages

Der dritte Tag der General Sessions bei der SOLIDWORKS World wurde mit Mike Puckett, Senior Manager des weltweiten Zertifizierungsprogramms, eröffnet, der dem Publikum einen kurzen Blick auf die Mitarbeiterschaft der Zukunft lieferte. Mike zufolge dauerte es anfänglich 16 Jahre, bis das SOLIDWORKS Zertifizierungsprogramm, das es nun seit 20 Jahren gibt, 100.000 zertifizierte Nutzer umfasste, aber innerhalb der letzten beiden Jahre verdoppelte sich die Anzahl der nun zertifizierten Nutzer auf 200.000. Allein 2017 legte das Programm um über 52.000 zertifizierte Nutzer zu. Tatsächlich wird alle 10 Minuten ein weiterer SOLIDWORKS Nutzer zertifiziert. Fazit: Wenn Sie zu den Arbeitskräften der Zukunft gehören wollen, zertifizieren Sie sich für SOLIDWORKS.

Mike stellte auch zwei neue, branchenorientierte Prüfungen des Programms vor. Möchten Sie in additiver Fertigung geschult werden? Es gibt eine neue „Certified Additive Manufacturing Associate“-Prüfung, die im April auf MySolidWorks kommen wird, und eine neue „Mold Making Associate“-Prüfung ist schon jetzt verfügbar. Anlässlich des 20jährigen Bestehens, wurde die CSWP-Prüfung mit neuen Inhalten, neuen Modellen und neuen Herausforderungen überarbeitet.

Nach Mike kam der zukünftige Techniker Jason Ledon auf die Bühne, der seine erste SOLIDWORKS Zertifizierung im Alter von 15 Jahren bestand, das Experten-Level mit 16 erreichte und alle kundenorientierten Zertifizierungsprüfungen bis zu seinem Abschluss an der High School ablegen möchte. Sowohl in der Zukunft als auch in der Gegenwart können alle vom Tool profitieren, das jeder nutzen kann, um innovativ zu sein.

Der nächste auf der Bühne war Kishore Boyalakuntla, Vice President, Portfolio Management, Brand UX Leader at SOLIDWORKS,, der Ryan Kraft vorstellte. Er ist Ingenieur bei Arrivo, einem Unternehmen, das sich zum Ziel gemacht hat Verkehr abzuschaffen. Kraft erzählte dem Publikum, dass sich Menschen, die in größeren urbanen Gebieten des Landes leben, durchschnittlich 100 Stunden pro Jahr im Verkehr befinden und dass wir als Nation aufgrund des Verkehrs Milliarden Dollar verlieren.

Das Unternehmen setzt SOLIDWORKS und 3DEXPERIENCE Lösungen ein, um ein urbanes Hochgeschwindigkeitsnetzwerk zu schaffen, um Menschen in den Städten zu befördern. Das Arrivo-Netzwerk würde eine magnetisierte Fahrbahn umfassen, die neben den bestehenden Schnellstraßen und Autobahnen verlaufen würde. Das System könnte sowohl bestehende Fahrzeuge als auch „Lastschlitten“ und eigene speziell dafür konstruierte Fahrzeuge unterstützen.

Auf die Frage, warum das Unternehmen die 3DEXPERIENCE Plattform ausgewählt hat, antwortete Kraft, dass Arrivo in erster Linie ein Bauunternehmen ist und deren Strategie für CAE, CAD und PLM das unterstützen muss. Das Unternehmen wählte das Minimum an Werkzeugen und Prozessen aus, um rasch und genau fertigen und testen zu können und wird in den kommenden Jahren eine Reihe weiterer Werkzeuge und Prozesse hinzufügen, da sich das Unternehmen auf den Weg in Richtung Produktion machen soll.

Was ist der nächste Schritt dieser Wegbereiter der „schönen neuen Welt“ des Transports? In den kommenden 18 Monaten bis zu zwei Jahren wird das Unternehmen sich darauf konzentrieren, sich mit Technologie, Partnern und Kunden weiter zu entwickeln, und es werden aktiv Ingenieure gesucht, um so die Belegschaft an Technikern zu verdoppeln. Das Unternehmen hat auch Pläne zum Bau einer Teststrecke in Colorado, und wenn alles gut geht, sollen die Bauarbeiten 2019 beginnen.

Milos Zupanski, Director of Product Portfolio Management, war anschließend an der Reihe, SOLIDWORKS 3DEXPERINCE PLM Services vorzustellen. Da die Produkte immer komplexer und die Markteinführungszeiten immer kürzer werden, besteht wachsender Bedarf, Unternehmensdaten zu steuern und geistiges Eigentum zu schützen. Die SOLIDWORKS 3DEXPERINCE PLM Services bieten ungeachtet der Unternehmensgröße ein leistbares Management System, um Daten und Lebenszyklus zu verwalten, das weder Investitionen oder Hosting auf eigener Hardware-Infrastruktur erfordert.

Aufgrund der Tatsache, dass SOLIDWORKS 3DEXPERINCE PLM Services in der Cloud gehostet werden, muss nichts installiert werden und man braucht keine Hardware. Milos zufolge wurde es für SOLIDWORKS Nutzer geschaffen, um Zusammenarbeit zu erleichtern, indem Nutzer auf Daten von jedem im Team zugreifen können, auch wenn sie keine volle Lizenz haben.

Ob die Leute nun SOLIDWORKS Desktop oder xDesign verwenden oder ob sie PDM oder PLM brauchen, SOLIDWORKS 3DEXPERINCE PLM Services ermöglichen es Nutzern die Schritte zu setzen, die sie setzen wollen und ihr eigenes Tempo zu erhöhen. Da ihre Anforderungen wachsen, können sie diese anpassen und zusätzliche Funktionen mit einem Mausklick hinzufügen. Nutzer können heute mit xDesign starten und können bis zum Ende des Jahres die vollen mit SOLIDWORKS verbundenen PLM-Möglichkeiten ausschöpfen. Klicken Sie hier, um mehr über diese Ankündigung zu erfahren.

Stephen Endersby, Director of Product Portfolio Management, stellte dann Tarso Marques vor, Eigentümer und Gründer von Tarso Marques Concepts und früherer Formel-1-Pilot. Tarso erläuterte, dass das Konstruieren ein sehr persönlicher Ausdruck der eigenen Vision ist und dass die Möglichkeit diese Vision zu kommunizieren schon bald nach seinem Wandel vom Fahrer zum Konstrukteur maßgeschneiderter Autos zur Herausforderung wurde. Er gibt zu, dass zu Beginn seine ersten Konstruktionsskizzen nicht so toll waren, was es schwierig machte seine Ideen zu erklären, und Tonmodellierung war zu zeitaufwändig.

Glücklicherweise änderte sich alles durch Tarsos Erfahrungen mit SOLIDWORKS. Er sagte, dass SOLIDWORKS im wahrsten Sinne des Wortes sein Leben verändert hat, und er so viel einfacher und schneller seine Vision auf die Straße bringen konnte. Wenn die Teile erst einmal kreiert sind, müssen sich die Konstrukteure auf die Performance fokussieren. Deshalb begannen sie die neuen Topologieoptimierungsfunktionen in SOLIDWORKS Simulation einzusetzen, was er als „wahrhafte Verwandlung“ bezeichnet und wodurch stärkere, leichtere Teile möglich waren, die High-End-Performance lieferten.

Das Unternehmen änderte nun die Art die Autoteile zu konstruieren, indem Topologieoptimierung eingesetzt wurde, womit es möglich ist organische Teile zu erstellen, die nicht nur cool aussahen, sondern auch 3D gedruckt werden können, etwas, was mit anderen Mitteln unmöglich gewesen wäre.

Kurt Lundstedt, Director of Product Portfolio Management, präsentierte dann eine weitere bemerkenswerte Kundenerfolgsgeschichte. ENVE ist ein Unternehmen, das von einer kleinen Gruppe von Radfahrern mit Interesse an Karbonfasertechnologie gegründet wurde. Das Unternehmen verwendet SOLIDWORKS und SOLIDWORKS Simulation zur Erstellung von hochfesten Bauteilen, wie zum Beispiel Gussformen und Vorrichtungen.

Als das Unternehmen wuchs, verursachte das Speichern der Daten in Netzwerkordnern Probleme mit Versionskontrolle und verlorengegangen Dateien. 2012 implementierte das Unternehmen SOLIDWORKS PDM Professional zur besseren Verwaltung ihrer Konstruktionsdaten. Das Unternehmen setzt jetzt SOLIDWORKS Manage ein, das leistungsfähige Projekt-, Prozess- und Artikelverwaltungswerkzeuge umfasst zusammen mit einem interaktiven Dashboard und Berichten. ENVE wird die Projektmanagementmöglichkeiten einsetzen, um ihre neuen Produktentwicklungsaktivitäten nachzuverfolgen und zieht in Erwägung, die Ersatzteilbestellungen mittels Artikelverwaltungsfunktionen und Berichtstools zu erstellen. Sie werden SOLIDWORKS Manage auch mit ihrem ERP-System verbinden und die eingebetteten Möglichkeiten zum Datenimport und -export nutzen, um entsprechende Daten in Manage zu ziehen und Produktinformationen zurückzusenden.

Ein weiterer cooler Kunde Gilo Industries, und dessen Gründer Gilo Cardoza betrat als nächster die Hauptbühne, um darüber zu berichten, wie sein Unternehmen SOLIDWORKS einsetzt, um das Mako Jetboard zu konstruieren. Cardoza erzählte, dass es das Konzept eines Jetboards schon seit den 1930er Jahren gibt, es jedoch bisher noch niemand geschafft hat, dieses wirklich gut umzusetzen. Es musst leicht sein wie ein Surfbrett und schnell fahren. Das Mako erreicht ca. 55 km/h, hat einen 12 PS-Motor und geht von Null auf 55 in glühenden 2,8 Sekunden. Mit dem Einsatz von SOLIDWORKS dauerte es vom Kunstobjekt zum fertigen Produkt 12 Monate.

Eines der Highlights jeder SOLIDWORKS World ist Model Mania, was es auch schon seit 20 Jahren gibt. Mark Schneider kam auf die Bühne, um die diesjährigen Preisträger zu verkünden. Die Gewinner in der Kategorie „Kunden“ waren: dritter Platz: Kam Smith, CACI, Inc.; zweiter Platz: Jeremiah Feist, Omnetics Connector Corp. und erster Platz: Tom Smith, Victaulic. Die Preisträger in der Kategorie „Händler“ waren: dritter Platz: Krystof Pluta, DPS Software, zweiter Platz: Tobias Schnaars, Fisher; und erster Platz: John MacArtuthur, DASI.

In der Begrüßungsrede dieses Tages sprachen Joseph Hiura und Robert Andrew Johnson, beide Art-Direktoren und Bühnenbildner, darüber, wie sie SOLIDWORKS einsetzen, um Filmaustattungen für Filme wie Oblivion, Passengers, Tron Legacy und Batman Versus Superman zu kreieren. Robert räumte ein, dass Filme ihrem Wesen nach sehr „kooperativ“ sind, es werden jedoch viele Teile benötigt, die sich schließlich zum fertigen Produkt zusammenfügen, wodurch sie rasch und behände arbeiten müssen, um die kurzen Deadlines einhalten zu können, mit denen sie normalerweise konfrontiert sind. Mit SOLIDWORKS schaffen sie diese Herausforderung.

Am Ende der Show rief Gian Paolo das Publikum auf, nachdem wir alle einen gemeinsamen großen Traum haben und es das Wichtigste ist, das Wissen, das Talent, den Charakter und die Bestimmung zu haben, um diesen auch umzusetzen: „Lassen Sie uns eine bessere Welt für jeden schaffen.“

Wir sehen uns nächstes Jahr zur SOLIDWORKS World 2019 in Dallas wieder. In der Zwischenzeit können Sie ein Video über das was bei der SWW18 zu sehen war hier abrufen live.solidworks.com. Vielen Dank, dass 2018 die bislang beste SOLIDWORKS World wurde!

SOLIDWORKS DE
Dassault Systèmes bietet mit SOLIDWORKS komplette 3D-Softwarewerkzeuge zum Erstellen, Simulieren, Publizieren und Verwalten Ihrer Daten im Produktentwicklungsprozess und bietet zudem die notwendigen Tools zur Fertigung und Prüfung. SOLIDWORKS Produkte sind leicht erlernbar und anwendbar und lassen sich zusammen einsetzen, damit Sie Ihre Produkte besser, schneller und kostengünstiger entwickeln können. Ein Fokus liegt nach wie vor auf der Benutzerfreundlichkeit, was immer mehr Ingenieuren, Konstrukteuren und anderen Technikern die Möglichkeit gibt, die Vorteile von 3D zur praktischen Umsetzung ihrer Konstruktionen zu nutzen.